Bildungsansatz

Die Auffassung, das Lehren in der frühen Kindheit sei das Vermitteln einzelner Wissenskomponente, besitzt keine Gültigkeit mehr. Die Bildung des Kindes findet viel mehr über die Selbstbildung statt. Das Kind wird als "Akteur seiner Selbst" beschrieben. Nur das Kind selbst kann lernen. Dafür benötigt das Kind individuelle Unterstützung zur Entfaltung seiner Potentiale.

Die Aufgabe der Erzieherin ist es, Lernsituationen zu schaffen, die die Kinder zur Selbstbildung und zur aktiven Selbständigkeit anregen. Das bedeutet aber auch, dass nicht allen Kindern das Gleiche angeboten werden muss. Jedes Kind sollte in seiner Individualität erfasst und gefördert werden.

Das Spiel ist die Haupttätigkeit des Kindes und entscheidet für seine Entwicklung. Im Spiel setzten sich die Kinder mit ihrer Umwelt auseinander. Sie erkunden, erobern, experimentieren. Dabei lernen sie ganzheitlich und können ihre Interessen ausleben. Ein wichtiges methodisches Instrument der Erzieherin dabei ist die Beobachtung. Dadurch werden die Themen der Kinder erkannt, aufgegriffen und erweitert.

Die Raumgestaltung ist ein weiteres wichtiges Mittel, um die pädagogische Arbeit zu gestalten. Die Räume und Materialien sollen die Kinder anregen, sich aus eigener Initiative mit Tätigkeiten und Themen zu beschäftigen.